Der Landwirtschaftsminister schafft, was der Umweltminister verschläft
Ich setze den Titel „Umweltminister“ für Minister Totschnig (ÖVP) mehr oder weniger generell unter Anführungszeichen, weil er seinen Aufgaben meist gar nicht oder nur mit großen Verzögerungen und Einschränkungen nachkommt. Sein Verhalten, seine Arbeit als Minister ist eine einzige Zumutung.
Aber unser Landwirtschaftsminister ist in seiner Rolle als Bauernvertreter sehr flott. Heute meldet der ORF schon um 7:08, dass der Minister auf eine „Agrardieselvergütung für Bauern“ gedrängt hat – dabei ist Diesel sowieso schon durch das „Dieselprivileg“ unzumutbar gefördert.
Das Problem dabei: unser Landwirtschaftsminister heißt auch Totschnig; es ist der gleiche Mann. Mit völlig verschiedenen Geschwindigkeiten.
Bei den Spritpreisen brauche man für die Landwirtschaft „zusätzlich ein längerfristig wirkendes Entlastungsmodell“; Handlungsbedarf sieht der Bauernminister „auch bei den Düngemittelpreisen“ – man habe „in Brüssel eine Initiative zum temporären Aussetzen der CO2-Grenzsteuer auf Düngemittel eingebracht“.
Jaja: ich bin auch dafür, die österreichischen Landwirt:innen zu fördern, aber nicht unbedingt beim Diesel und bei der Produktion von Treibhausgasen. Innovative, biologisch angebaute, nachhaltige Produkte, die ohne giftigen Dünger erzeugt werden, die sollte man fördern.
Schluss
Dem Mann ist nicht klar, dass eine gesunde Landwirtschaft nur in einer gesunden Umwelt stattfinden kann und dass eine gute Umweltpolitik den Landwirt:innen nicht nur kurzfristig, sondern langfristig nützt.
Man kann jemand wie Totschnig nicht gleichzeitig Landwirtschafts- und Umweltminister sein lassen. Der schafft das nie!

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