Die Lage im Nahen und Mittleren Osten ist kompliziert
Die USA haben auf Geheiß Israels mit dem Iran einen Krieg begonnen und führen diesen Krieg mit erratischen Unterbrechungen immer noch. Die Meerenge von Hormus ist offen oder geschlossen, das weiß man nicht genau. Jedenfalls breitet sich da ein riesiger Ölteppich aus, für den niemand verantwortlich sein will.
Man liest: „USA schränken Schutz für Tanker in Straße von Hormus ein“.
Dafür haben die vom Iran unterstützten Huthi-Milizen im Jemen das Ufer der Meerenge von Bab al-Mandab erreicht und dort eine Insel erobert. Damit ist auch der Weg ins Rote Meer versperrt. Auf diesem Weg – und dann weiter zum Suez-Kanal – geht auch ein anderer weltweit wichtiger Transportweg. Nicht nur für Öl übrigens.
Und Trump 2.0?
In einem Interview bleibt US-Präsident Trump 2.0 mit etwas in die Ferne gerichtetem Blick relativ teilnahmslos und scheinbar desinteressiert.
Naja: er steckt in einer Bredouille. Er hat einen Krieg begonnen, den die Mehrheit des Wahlvolks nicht will. Versprochen hat er, keine Kriege mehr zu führen – und andere Kriege binnen eines Tages zu beenden. Am 3. November sind Wahlen: das ganze Repräsentantenhaus wird neu gewählt und ein Drittel des Senats. Die Kriege sind an sich ein Wahlkampfhindernis; außerdem treiben sie die Inflation in die Höhe, insbesondere die Energiepreise. Das mögen die Wähler:innen auch gar nicht. Er möchte die Wahl aber gewinnen …
Da liegt ein teilnahmsloser Blick in die Ferne relativ nahe. Wie sagt das Goethe: „Wozu in die Ferne schweifen? Sieh, das Böse liegt so nah.“ (Ja, ich weiß: sehr ungenau!)
