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Michael Bürkle

UNICEF sieht Klimagefahren für Kinder

„Klimakrise bedroht fast jedes Kind“

Das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen – urspr. „United Nations International Children’s Emergency Fund“ (UNICEF) – sieht ernste Bedrohungen für Kinder weltweit durch die globale Klimakrise. „Nahezu jedes Kind der Welt sei mindestens einer Klimagefahr ausgesetzt“; „Fast die Hälfte aller Kinder weltweit – rund 1,1 Milliarden – ist einem UNICEF-Bericht zufolge mindestens drei Klimagefahren gleichzeitig ausgesetzt“.

Kinder leiden demnach stärker unter den Folgen des Klimawandels als Erwachsene. Sie sind körperlich empfindlicher und anfälliger für Krankheiten, da sich ihre Körper schneller erhitzen und sie weniger effizient schwitzen.

Sie atmen doppelt so schnell wie Erwachsene und inhalieren dadurch mehr Schadstoffe. Außerdem benötigen sie mehr Nahrung und Wasser pro Kilogramm Körpergewicht, und ihre Überlebenschancen bei extremen Wetterereignissen sind geringer.

Ja, das ist nachvollziehbar.

Eine zusätzliche Dimension

Es ist stehende Redewendung unter vielen Klima-Aktivist:innen, dass wir die Biosphäre / die Welt / das Klima für unsere Kinder und Kindeskinder retten wollen. Ich bin 69; mit ein bisschen Glück werde ich die schlimmsten Folgen der Klimakrise nicht mehr erleben. Aber unsere Kinder (und Kindeskinder) werden die Folgen des Klimawandels voll treffen. So ist die Argumentation im Wesentlichen, und sie stimmt ja auch – einerseits.

Ja, schon. Aber der UNICEF-Bericht zeigt nicht nur, dass es die Kinder der Zukunft treffen wird. Es trifft schon die Menschen, die jetzt Kind sind, ganz besonders.

(Natürlich trifft es nicht nur Kinder besonders, sondern alle Menschen, die nicht gerade vor Gesundheit strotzen, sondern irgendwie geschwächt ist. Wer alt und gebrechlich ist, ist ebenfalls stark betroffen.)

Also …

Verbrennermotoren stillegen, Verkehr, Industrie und Landwirtschaft elektrifizieren, dafür nachhaltige Energierzeugung (Solar, Wind, Biogas) ausbauen, auch in Form von Leitungen und Batterien.

Wir sind da an sich auf einem guten Weg, aber es sollte noch viel schneller gehen. Allein die KI frisst irrsinnig viel Strom.


Die Österreich-Seite von UNICEF


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