„Therapien“ gegen Homosexualität ?!?!
In den USA hat der Oberste Gerichtshof eine geradezu mittelalterliche Entscheidung getroffen: er hat einer evangelikalen „Therapeutin“ die Fortführung von sog. „Konversationstherapien“ erlaubt, die in Colorado seit 2019 verboten sind.
Die betreffende Dame hat sich auf die „Meinungsfreiheit“ berufen; das Höchstgericht hat diese „Meinungsfreiheit“ höher gewertet als ein Menschenrecht auf ein freie sexuelle Zuordnung. Wie grausam ist das denn?
Was ist das für ein Höchstgericht, das mittelalterliche „Diagnosen“ als Meinungen toleriert? Wenn ich „meine“, 2+2=5, ist das keine geschützte „Meinung“, sondern einfach Unsinn, falsch, kontrafaktisch – oder wie immer man das bezeichnen will. Und kann damit nicht Grundlage einer Therapie werden. Offensichtlichen Unsinn kann man doch unmöglich als medizinische Diagnose durchgehen lassen.
Ja, es gibt bei Menschen (und nicht nur bei Menschen) prinzipiell verschiedene Ausprägungen von Sexualität. Das ist völlig natürlich und keine Krankheit. Es gibt auch verschieden Haut-, Haar- und Augenfarben und keine davon ist „krank“ oder schlechter.
Auf ins Mittelalter
Die Evangelikalen der USA tun alles Mögliche, um das Mittelalter aufleben zu lassen. Sie wollen die Evolution aus den Lehrplänen verbannen, sie wollen sexuelle Lebensmodelle verdammen. Und sie wollen Trump 2.0 als Präsidenten.
„Ihr“ Vizepräsident, ein gewisser J. D. Vance, glaubt sowieso an Dämonen; er will sich mit UFOs und Aliens beschäftigen, weil er annimmt, dass da Dämonen im Spiel sind: „UFOs, Aliens und Dämonen“. Wahrhaft dämonisch dumm, der Mann. Aber gleichzeitig Vizepräsident.
Folgen
Wenn der Marsch ins Mittelalter erfolgreich wird, wird man das spüren. Da wird keine moderne Medizin mehr sein, keine aktuelle Wissenschaft, keine moderne Literatur und Kunst; moderne Technik schon, vor allem zur Überwachung. Da wird nur mehr eine kleine Minderheit leben wollen. Make America Goofy Again!

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