Skoda verlässt China
Skoda, eine tschechische Automarke, heute ein Teil des VW-Konzerns, verlässt China. So what?
Grund: das „Engagement“ in China habe sich nicht mehr gelohnt. Früher hat Skoda in China um die 300.000 Fahrzeuge pro Jahr verkauft; zuletzt waren es nur noch etwa 15.000.
Als Hauptgrund für den Einbruch nennt Skoda den rasanten Wandel hin zur Elektromobilität: Verbrenner-Modelle wie der Octavia und der Superb, die im eigenen Werk in Anting in der Nähe von Shanghai vom Band laufen, können sich gegen die günstigen und technologisch vernetzten E-Modelle der heimischen Hersteller nicht mehr behaupten.
Skoda will jetzt nach Indien gehen. Aber Indien steigt ja auch schon um. Doch vielleicht ist die Situation für Skoda dort ein bisserl besser, weil es noch nicht so viele indische E-Auto-Produktionen gibt.
Ja. Und?
Ich fürchte, das ist nur ein Vorbote. Langfristig wird sich die europäisch-nordamerikanische Autoindustrie kaum gegen solide, billige E-Autos aus China behaupten können. (Und die japanisch-koreanische?) Der Verbrenner-Motor ist eine sterbende Technologie: aus dem 20. oder eher dem 19. Jahrhundert. Wir müssen da umplanen: in Deutschland noch mehr als in Österreich. (Wir haben da ja hauptsächlich Zuliefer-Betriebe für den deutschen Markt.)
Ich habe schon gelesen, dass auch der Mutterkonzern VW bereits über seine LKW-Tochterfirma MAN in die Waffenproduktion einsteigen möchte: „Stellt Volkswagen bald «Iron Dome»-Teile für Israel her?“. Ja, da sucht sich ein klassischer Autobauer ein anderes Betätigungsfeld. Dass er gerade beim Militär landet, find ich jetzt gar nicht super. Es müsste doch auch vernünftige(re) Betätigungsfelder geben …
(Aber auch „die KI“ weiß es schon: „Die Geschichte von Volkswagen ist eng mit der Rüstungsproduktion verbunden, […]“)

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