wenn sie hochbezahlt sind: Seltsames
Die drei hochbezahlten Anwälte des ehemaligen Finanzministers, ÖVP- und FPÖ-Politikers Grasser haben nach der endgültigen Verurteilung ihres Mandanten einen Herrn „Michael B.“ empfangen, der mithilfe von Ausdrucken (!) von E-Mails beweisen wollte, dass die Richterin Marion Hohenecker befangen war. Die Ausdrucke zeigten laut ZiB 1 als Absender eine Mail-Adresse „marion.hohenecker69@hotmail.com“. Die drei hochbezahlten Anwälte Grassers haben diese Mail-Ausdrucke dazu verwendet, die Richterin „wegen Amtsmissbrauchs und Bestechlichkeit“ anzuzeigen.
Die drei versuchen nun, ihr Verhalten als das Übliche für Verteidiger darzustellen. Für so hochbezahlte Verteidiger vielleicht; für Geld tun die vielleicht wirklich alles. Ich glaube aber nicht, dass ein (auch nur halbwegs) guter Jurist oder eine gute Juristin so blöd wäre, auf der Basis ausgedruckter hotmail-Mails eine Richterin zu verklagen.
Ich würde den 3 hochbezahlten Herren die Rechtsanwaltslizenz entziehen, wenn ich könnte. Leider kann ich nicht. Können Sie, Frau Justizministerin?
Der Falter beschreibt das Sittenbild, das sich auftut, überaus genau.
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Übrigens, der Vollständigkeit halber: ich bin nicht dieser „Michael B.“
