Gerhard Zeiler hat endlich eine Art web site
Heute ist unter der Adresse gerhardzeiler.info eine Art web site des SPÖ-Politikers Gerhard Zeiler erschienen. Er macht sich da von der Berichterstattung in den Mainstream-Medien endlich etwas weniger abhängig.
Die Seite ist einfach aufgebaut: es gibt als output einen „Offenen Brief“ an „Liebe Genossinnen und Genossen“ und eine Möglichkeit, an Zeiler als input ein Mail zu schreiben.
Der „Offene Brief“
Aus meiner Sicht ist dieser Offene Brief enttäuschend. Zeiler präsentiert sich nicht als Politiker, der zu den Problemen der Zeit Stellung bezieht, sondern als Mann aus dem letzten Jahrhundert. Er will vor allem „eine Neuausrichtung der Partei vornehmen und sie in die Mitte führen“. Da steht kein Wort von der Klimakatastrophe, von KI, von Kriegen vor unseren Grenzen, von der Energiekrise, von der Krise des globalen Kapitalismus. (Gut: das müsste man für die „lieben Genossinnen und Genossen“ vielleicht etwas „freundlicher“ formulieren.) Eine Analyse (der Situation) der SPÖ beschränkt sich auf das Zitieren von Umfragezahlen. Das ist schwach.
Zeiler will …
… eine starke Wirtschaft. Die Betriebe zu entlasten, sie von einer überbordenden Bürokratie zu befreien, ihnen Anreize für Investitionen zu geben und damit Arbeitsplätze zu schaffen, ist jetzt die Priorität Nummer eins. Denn als eines der europäischen Schlusslichter in Bezug auf Wirtschaftswachstum und wirtschaftliche Dynamik können wir unsere Ziele nicht verwirklichen.
„Die Grenzen des Wachstums“ des Club of Rome hat Zeiler offensichtlich nie gelesen.
Was will Zeiler tun?
Zeiler meint:
Ich verspreche Euch, dass ich als Erstes alles daransetzen werde, die Einigkeit und Geschlossenheit aller Teile der SPÖ wiederherzustellen. Denn nur so können wir wieder führende Kraft werden
Der Mann ist ein Träumer, er träumt von vergangenen Zeiten, von „Einigkeit und Geschlossenheit“ und fröhlichem Wirtschaftswachstum.
