michael bürkle

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Michael Bürkle

1000 Tage PV & Wp

Eine Erfahrungssammlung, ein großer Erfolg

Vor genau 1000 Tagen, am 1.7.2023, habe ich das fossile Zeitalter verlassen: ich habe die Gasheizung für mein Haus in Bürs entfernen und eine Wärmepumpe installieren lassen und habe meine Photovoltaik-Anlage (9,96 kWp) am Dach des Hauses in Betrieb genommen. Seither habe ich viele positive und nur wenige negative Erfahrungen gesammelt.

Insgesamt hat meine PV-Anlage in dieser Zeit 25,3 MWh Strom produziert (also ca. 25.300 Kilowattstunden); davon wurden ca. 19,25 MWh ins öffentliche Stromnetz eingespeist. Mein Haus hat auch Strom aus dem Netz entnommen: insgesamt hat es etwa 13,2 MWh verbraucht – das meiste davon durch die Wärmepumpe im Winter; es hat etwa die Hälfte des Bedarfs aber auch selbst produziert.

Fast 1,6 MWh hat mich ein Kompressor-Ausfall bei meiner Wärmepumpe Ende November 2025 gekostet: ich musste ziemlich genau einen Monat auf Monteure warten, die das dann repariert haben: ich hätte da gerne einen Wärmepumpen-Techniker oder ein Technikerin vor Ort gehabt: leider gab & gibt es das nicht.

Den Gesamtverlauf von Stromproduktion und -verbrauch über die 1000 Tage zeigt die folgende Grafik. Sie notiert für jeden Tag die Differenz zwischen Produktion und Verbrauch. Im Minus ist sie dort, wo der Verbrauch größer ist / war als die Produktion, also i.W. in den Wintermonaten. Die „Berge“ der Produktion sind deutlich größer als die „Täler“ des Verbrauchs. Der Kompressorausfall Ende 2025 ist (naja) „dramatisch“ sichtbar:

summarisch

Mein Haus hat in dieser Zeit 13,4 Tonnen CO2 eingespart; ein durchschnittliches Verbrennerauto hätte mit diesen Emissionen knapp 54.000 km fahren können. Die Menge des eingesparten  CO2 lässt sich auch auf 344 gepflanzte Bäume umrechnen.

2023 waren lokale Batteriespeicher noch ungewöhnlich: sie waren ziemlich teuer und wenig leistungsfähig. Sie hätten nicht einmal die Stromproduktion eines „guten“ Tages speichern können. Ich denke heute an eine Erweiterung der Anlage durch einen modernen leistungsfähigen Stromspeicher.


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Kommentare

3 Kommentare zu „1000 Tage PV & Wp“

  1. Avatar von Whisker
    Whisker

    > Mein Haus hat in diesen 1000 Tagen 13,4 Tonnen CO2 eingespart; ein
    > durchschnittliches Verbrennerauto hätte mit diesen Emissionen knapp
    > 54.000 km fahren können.

    Respekt! Ich spiel mal kurz mit den Zahlen:
    Einmal Innsbruck-Sopron und zurück mit dem PKW sind ca. 1100 km, d.h. mit 54.000 km gingen sich ca. 50 Besuche bei meiner Mama in Sopron aus, wenn ich mit meinem alten Ford Ka (69 PS-Benziner) fahren würde.
    Net schlecht!
    (Ich fahr allerdings seit Jahren nur mit dem Zug nach Sopron, weil das bequemer und weit billiger ist: 2xTicket mit Vorteilscard kosten locker zwischen 20-50 Euro weniger als zwei Tankfüllungen @35 l.)

    Allerdings werde ich in absehbarer Zeit nicht komplett auf mein Auto verzichten, alleine wegen meiner beiden Kater: weil wenn die zum Tierarzt müssen, ist das alleine schon genug Streß für die Buam – da tu ich denen sicher nicht den zusätzlichen Streß einer Öffi-Fahrt im Katzenkorb an, sondern gönne ihnen die verhältnismäßig ruhigere Fahrt im PKW.

    Außerdem benutze ich mein Auto generell so selten, dass ich (ungelogen!) nur alle 7-8 Monate tanke, und Carsharing/Mietauto ist mit Miete, Kaution etc. um so viel teurer, dass sich das für mich nicht einmal fallweise rentiert.

    E-Auto habe ich mir auch schon überlegt, aber in meinem Fall ist es tatsächlich vom gesamten (sic) CO2-Fußabdruck her sinnvoller, dass ich – bei meiner Fahrweise – den Ka besser noch z.B. 5-7 Jahre behalte, solange er gut in Schuß ist.

    Aber falls(!) ich mir nach dem überhaupt noch einmal ein eigenes KFZ leisten sollte: das wird dann definitiv KEIN Verbrenner mehr sein, das ist auch fix.

    1. Avatar von michael bürkle
      michael bürkle

      ich glaub, das passt prima

      1. Avatar von Whisker
        Whisker

        Ja, es ist nicht „die perfekte Lösung“, aber eine recht gute.

        Und ich geh in Innsbruck ja soviel zu Fuß, dass sich für mich z.B. das Klimaticket für die Stadt gar nicht auszahlt – mir reichen zwölf bis fünfzehn 8-Fahrten-Tickets pro Jahr um aktuell ca. 270 Euro. 🙂

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