Veröffentlicht in Privates

Alzheimerts? Oder bloß Pechsträhne?

Ich hatte eine Pechsträhne.

verloren …

Am Donnerstag hatte ich Wundbehandlung; das findet in Absam statt. Danach, um etwa 11:15, schloss ich mein Fahrrad auf und fuhr mit meinen beiden Wundabstrichen zu meiner Ärztin nach Innsbruk. Dort kam ich um ca. 11:45 an – und hatte keinen Schlüssel mehr, um mein Fahrrad abzusperren. Ich bin die ganze Strecke dann aufmerksam nach oben und dann wieder nach unten abgefahren – kein Schlüsselbund. Sch…ade.

… scheinbar „verloren“ …

Am Freitag fuhr ich auf dem Rückweg vom Stadtzentrum noch in meiner Apotheke vorbei und holte Medikamente. Ich bezahlte elektronisch. Zuhause griff ich in mein Sakko nach meinem Handy – es war nicht da. Gibts doch nicht – ich werde doch nicht mein Handy verloren haben! In der Apotheke hatte ich es ja noch. Ich bin dann die gesamte Strecke zur Apotheke aufmerksam zurück gefahren – aber fand kein Handy. Aber auch in der Apotheke war es nicht: nein, nichts gesehen, nichts bemerkt. Ich war entsetzt; über mich! Zuhause fand sich das Handy dann: beim Scanner. Da war ich aber seit Stunden nicht mehr gewesen.
Lösung: ich hatte natürlich „elektronisch“ bezahlt in der Apotheke. Aber nicht mit Handy, sondern mit Bankomatkarte. Das Handy hatte ich gar nicht mitgehabt. Es war die ganze Zeit zuhause gewesen.

… noch einmal verloren

Am Samstag war ich auf einer Hütte feiern. Bei der Rückfahrt wurde ich zuerst vom Hüttentaxi zum Parkplatz und dann von einer Kollegin vom Parkplatz bis zum Bahnhof mitgenommen – am Bahnhof war mein Fahrrad. Und zuhause fehlte plötzlich – wie am Tag davor – mein Handy. Ich musste es angebaut haben. Zuletzt hatte ich es beim Verlassen der Hütte gehabt, als Taschenlampe auf dem Weg zum Hüttentaxi.

Ich verständigte mit dem Telefon meiner Frau meine Kollegin. Sie schaute gleich nach – nein, in ihrem Auto war nix. Am Bahnhof beim Fahrradabstellplatz war auch nix. Ja wo denn dann? Ah: vielleicht im Hüttentaxi – da hatte ich noch ein Genestel mit meiner Geldtasche. Ich versuchte die Fahrerin des Hüttentaxis zu erreichen. Ging nicht – ich bekam keine Telefonnummer. (Verständlich.) Ich versuchte noch mein Handy anzurufen – unter Umständen würde es jemand hören.

gefunden!

Heute, am Samstag, rief mich die Fahrerin des Hüttentaxis von meinem Handy auf dem meiner Frau an: sie hatte es in ihrem Auto entdeckt. (Mir ist noch nicht ganz klar, wie sie das Ding überhaupt in Betrieb nehmen konnte.) Am Nachmittag um 3 trudelte mein smartphone wieder bei mir ein.

und morgen?

Morgen kommt vielleicht mein Schlüsselbund wieder zu mir. Ich habe die Gemeindevertretungen von Absam und Hall mit einer genauen Beschreibung versorgt. Zuhause kann der Schlüsselbund nicht sein.

Alzheimert es?

Die Pechsträhne macht mir schon ein bisschen Sorgen. In kurzer Zeit so viel kumulierte Planlosigkeit. Kann man das noch unter Pechsträhne subsumieren?

Ich muss das beobachten.

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Helene
Helene
1 Monat alt

Es gibt herrentaschen (selbstverständlich fair hergestellt) wo der ganze Krimskrams bequem transportiert werden kann. Und man staune: es ist alles noch da!