Ein Artikel auf utopia.de macht klar
Ein Artikel von Martin Tillich – „„Apokalypse fällt aus“? Die falsche Entwarnung beim Klima – stellt einige Dinge richtig, die ich im Artikel „Wissenschaftliche Missverständnisse“ vom 20. Mai auch schon korrigieren wollte. Es geht darum, dass die überraschend gute Entwicklung der Photovoltaik einige Änderungen bei den Klimaprognosen bewirkt hat. Besonders ein gravierendes, absolut katastrophales Szenario ist nicht mehr so wahrscheinlich wie früher; das haben einige „konservative“ Kommentatoren zum Anlass genommen, den Klimaschutz für unnötig oder mehr oder weniger überholt zu erklären. Und haben eine falsche Entwarnung ausgerufen.
Martin Tillich führt das genauer aus, als ich das machen konnte. Und er benennt das auch richtig: als „falsche Entwarnung“.
Tillich schreibt:
Die globalen Emissionspfade haben sich verändert: Erneuerbare Energien sind massiv billiger geworden. Solar- und Windkraft wachsen weltweit schneller als lange erwartet. Batteriespeicher entwickeln sich rasant. Viele Staaten haben Klimapolitik umgesetzt. Märkte reagieren darauf. Der massive Ausbau fossiler Energien, der für RCP8.5 notwendig gewesen wäre, erscheint heute deutlich weniger plausibel als noch vor 15 Jahren.
[…]
Das Worst-Case-Szenario wird also auch deshalb unwahrscheinlicher, weil Klimapolitik, technologische Entwicklung und die ökologische Transformation reale Wirkung entfalten.
Die „Transformation“
Ja, es gibt Menschen, die die Transformation von fossilen Treibstoffen zu erneuerbaren Energien nicht wollen, weil sie sie nicht verstehen (wollen). Ich kann mich noch an einen ehemaligen deutschen Finanzminister erinnern, der in Bezug auf Verbrennerautos öffentlich seine „Liebe“ zu den Geräuschen des Boxermotors gestand (brrrrm, brrrrrm) und vom Fahren als „forciertem Gleiten durch den Verkehr“ gefaselt hat (im Video ab 1:04). Heute hat er seine wahre Berufung gefunden und verkauft (meines Wissens) Autos.
