michael bürkle

texte … zu bildung, politik und ähnlichem und die einladung zur diskussion …

Michael Bürkle

Kauft nicht in den USA

Trump 2.0 will mit Zöllen Grönland-Politik erzwingen

Gerade erschienen, online seit einer halben Stunde: „Trump droht Gegnern seiner Grönland-Pläne mit Zöllen“.

Ich werde möglicherweise einen Zoll gegen Staaten verhängen, die bei Grönland nicht mitziehen, denn wir brauchen Grönland für die nationale Sicherheit

sagte Trump 2.0 im Weißen Haus bei einer Veranstaltung zu Grönland zum Welthandel zur Fußball-WM zur Gesundheitspolitik.

Er lügt schon wieder: es geht nicht um Sicherheit, es geht um Bodenschätze.

Und auch hier „Zölle“: das wird langsam fad, das ist immer das Gleiche. Wir müssen uns was einfallen lassen.

2-Schritte-Politik

Ich möchte persönlich mit der Grönland-Politik von Trump 2.0 nicht „mitziehen“. Die ganze EU wird wohl bei der der Grönland-Politik von Trump 2.0 nicht „mitziehen“.

Ich schlage eine 2-Schritte-Politik vor:
(a) immer mit den gleichen Gegenzöllen antworten und
(b) nichts mehr in den USA kaufen.
Wir sind als EU (450 Millionen) und als ganz Europa (740 Millionen) sowieso der deutlich größere Markt als die USA (348 Millionen) und haben auch die besseren Produkte, weil wir die besseren Qualitätsstandards verfolgen.

Ich werde bei meinem Einkäufen in Zukunft mehr auf das Produktionsland schauen; bisher war mir das relativ egal. Ich habe ganz wenige US-Produkte; bei meinem PC war ich mir bis vorhin nicht sicher, ob er „made in the USA“ ist, aber er ist – sieh da! – „made in Thailand“. Auch mein smartphone ist nicht aus den USA.

(Ich weiß schon: „Kauft nicht in den USA“ klingt fast so wie der rassistisch-antisemitische Slogan „Kauft nicht bei Juden“. Aber es geht hier nicht um Rasse oder Semitismus: es geht um Politik, um politische Qualitätsmaßstäbe. Mit Kaufverhalten kann und darf man Politik lenken; Boykotte sind ein legitimes Mittel.)

Wir brauchen die USA nicht

Wir in Europa sollten uns auf die Märkte jenseits der USA konzentrieren. Erstens haben wir als Europäer:innen selbst einen quantitativ riesigen und einen qualitativ hervorragenden Markt. Zweitens liegt jenseits des Mittelmeers mit Afrika ein Hoffnungsgebiet sondergleichen direkt vor der Haustür. Und mit Mercosur haben wir gerade eine der weltgrößten Freihandelszonen mit Brasilien, Argentinien, Paraguay und Uruguay abgeschlossen. Auch mit Kanada haben wir einen florierenden Handel. Wir brauchen den Handel mit den USA nicht; wir müssen uns von Zöllen nicht terrorisieren lassen.

Trennung!

Ich plädiere für eine saubere Trennung von den USA: militärisch und wirtschaftlich. Solange der Narr an der Regierung ist, wird er versuchen mit Zöllen zu erpressen.


Beitrag veröffentlicht

in

,

Kommentare

2 Antworten zu „Kauft nicht in den USA“

  1. […] Und sie stimmen weitgehend auch meinen Vorschlägen zur europäischen Politik, die ich gestern wieder einmal zusammengeschrieben habe, zu. Wir brauchen eine europäische Verteidigung; wir können uns auf die USA nicht mehr […]

  2. […] Kauft nicht in den USA vom 16.1. […]

Schreibe einen Kommentar zu Gysi (Linke) und Hardt (CDU) im Spiegel-Talk – michael bürkle Antwort abbrechen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.

2
0
Would love your thoughts, please comment.x